Oppositionsparteien auf den Malediven fordern Interimsregierung bis zu den Wahlen

13.Dezember 2007

Auf den Malediven regiert seit 1978 der maledivische Präsident Maumoon Abdul Gayoom. Dieser ist damit der am längsten regierende Machthaber in Asien. Doch dies soll sich nun ändern - zumindest nach Meinung der Oppositionsparteien. Nächstes Jahr finden die ersten Wahlen in dem Inselstaat statt, bei denen mehrere Parteien gewählt werden können. Zuvor konnten nur einzelne Personen gewählt werden. Die Oppositionsparteien haben nun eine Koalition unter der Führung der Maldivian Democratic Party (MDP) gebildet. Sprecher der Koalition ist der früherer maledivische Außenminister Ahmed Shaheed. Dabei planen die Oppositionsparteien einen gemeinsamen Kandidaten ins Rennen um die nächste Präsidentschaft zu schicken. Nach ihren eigenen Angaben finden sie bei etwa 98% der maledivischen Bevölkerung Unterstützung und haben deswegen schon im Vorfeld dem jetzigen Präsidenten Gayoom geraten, in Würde abzuterten und eine Interimsregierung einzuberufen. Insbesondere werfen sie Gayoom vor, das Land in Anarchie während seiner Regentschaft in Anarchie und in eine ökonomische Krise gestürzt zu haben. Das Staatsdefizit wachse, die Inflation steige, die Gefängnisse seien überfüllt.
Die maledivische Regierung hingegen lehnt es derzeit ab, Gespräche mit der Oppositionsallianz zu führen und sieht die Allianz nur als temporäre Koalition an, die sich in Kürze wieder auflösen wird.
Das nächste Jahr kann mit den demokratischen Wahlen also grundlegende Veränderungen für den Staat mit sich bringen. Für die Malediver steht also ein spannendes Jahr 2008 bevor.

Artikel gespeichert unter: News

Ihr Kommentar

Pflichtfeld

Pflichtfeld, anonym

Pflichtfeld


Malediven Informationen

Unterwasserwelt